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Pressemitteilung BVF: Tegel schließen – Lärm und Gefahren abwenden – keine weiteren Belastungen

Aus der Pressemitteilung des Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. vom 7.7.2017:

„185.500 Starts und Landungen im Jahr führen über Teile der Stadt Berlin — mindestens 240.000 Fluglärmbetroffene leiden Jahr für Jahr — Stadtflughäfen haben keine Zukunft: Fluglärm macht krank und behindert die Entwicklung der wachsenden Stadt in den betroffenen Bezirken. Der Flughafen Tegel ist alt, an seine Grenzen gestoßen und dadurch ein Sicherheitsrisiko geworden,“ erklärt Rainer Teschner-Steinhardt, Vizepräsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. (BVF) und Vorsitzender der Fluglärmschutzkommission für den Verkehrsflughäfen Berlin-Tegel.

Tegel geht heute weit über seine Kapazitäten hinaus, für die er zu West-Berliner Zeiten geplant wurde. An der Tagesordnung sind so Verspätungen in die Nachtrandzeit hinein, die durch Ausnahmegenehmigungen von der Nachtflugbeschränkung, viel zu oft legalisiert werden. Dabei werden die von den Gesellschaften vorgebrachten Begründungen für Verspätungen nur punktuell zeitnah überprüft.

Vor der Absicht des Volksentscheides „Berlin braucht Tegel“, die Offenhaltung des in die Jahre gekommenen Flughafens zu erreichen, kann die BVF nur nachdrücklich warnen.

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm lehnt eine Offenhaltung Tegels ab!

Notwendig Investitionen in passiven Lärmschutz, in die Start- und Landebahnen, neue Technik und Infrastruktur mit modernen Verkehrsanschlüsse am Flughafenstandort Tegel wären unabwendbar. Einem fraglichen erfolgreichen wirtschaftlichen Weiterbetrieb, würden Kosten von mindestens einer Milliarde Euro entgegenstehen. Ein höchst umstrittenes rechtliches Zulassungsverfahren für einen Weiter- oder geänderten Neubetrieb müsste diese Voraussetzungen überhaupt erst schaffen.

Auch die Fluglärmschutzkommission Berlin-Tegel – das Expertengremium nach Luftverkehrsgesetz, deren Mitglied die BVF ist – hat dies schon lange erkannt. Die Kommission setzt sich intensiv mit den Folgen des täglichen und nächtlichen Flugverkehrs in Tegel und über die Folgen im Berlin-Brandenburger Raum auseinander. Sie positioniert sich seit über einem Jahrzehnt für die Schließung Tegels!

„Wir brauchen das klare Zeichen der Berliner, für ein umweltbewussteres Luftverkehrskonzept für Berlin und Brandenburg ohne den Flughafen Tegel!“ – so Rainer Teschner-Steinhardt

Link zur Pressemitteilung vom 7.7.2017